SPD Oberreichenbach / Neuweiler

Gert Koslowski (Vorsitzender des Ortsvereins)

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Veröffentlicht in Kreisverband
am 07.11.2017 von SPD Kreis Calw

Delegiertenkonferenz der SPD schafft sich ab

 

Ottenbronn. Am vergangenen Samstag tagte die wohl letzte Kreisdelegiertenkonferenz der SPD im Kreis Calw. Mit wenigen Gegenstimmen beschlossen die etwa 30 anwesenden Delegierten im Bürgersaal in Ottenbronn eine Satzungsänderung, die die Versammlung der Mitglieder zum obersten Organ des Kreisverbands macht.

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am 21.04.2017 von Daniel Steinrode

Nagold galt stets als „das Tor zu Schwarzwald“ – doch nicht erst seit der Landesgartenschau im Jahre 2012 hat sich die malerische Stadt am gleichnamigen Fluss einen weit eigenständigeren Namen gemacht. Die innerstädtischen Umbaumaßnahmen führten zu einem ganz eigenen Charme und zur Etablierung Nagolds als Mittelzentrum. Diesem Charme folgen täglich zahlreiche Menschen aus Nah und Fern, die in Nagold den abwechslungsreichen Einzelhandel und die Einkaufsmöglichkeiten nutzen, in den Genuss vielfältiger Gastronomieangebote kommen und sich dort wohl fühlen. Viele Menschen jedoch, die ihren Lebensmittelpunkt in die Innenstadt oder in einen der ebenfalls attraktiven Nagolder Ortsteile verlegen und dort einen Wohnsitz finden möchten, scheitern zunehmend an der prekären Wohnungsmarktsituation. Bezahlbare Mietwohnungen sind kaum und für Nichtnagolder ohne lokale Kenntnisse häufig gar nicht greifbar, und der verfügbare Wohnraum ist schnell vergriffen. Dieses Problem prangerte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Röhm bereits 2012 an und bewies damit Weitsicht. SPD-Stadtrat Daniel Steinrode betonte, dass dies mittlerweile nicht mehr nur sozial Schwächere oder Menschen mit geringerem Einkommen, Auszubildende, Berufsanfänger oder Alleinerziehende betreffe: „Auch junge Familien und Alleinstehende mit mittleren Einkommen können sich Wohnungen oder gar Einfamilienhäuser, der typischen Wohnform in den Teilorten, nur noch selten leisten.“ Marco Ackermann, jüngster Stadtrat im Nagolder Gemeinderat, wies auf die oft prekäre Situation junger Menschen hin. Dem bislang noch attraktiven Standort Nagold droht damit langfristig ein ernstzunehmendes Problem: der Verlust junger Familien bedeutet Einwohnerschwund, ein Sinken der Mitgliederzahlen in den örtlichen Vereinen und deren Angeboten, in Schulen, Musikschule und vielem Mehr, ebenso wie ein damit insgesamt einhergehender Schwund des attraktiven weil vielfältigen Angebots in jedweder Hinsicht, das sich auf diesem hohen Niveau nicht mehr halten lassen wird. Somit sind in gewisser Hinsicht alle Nagolder direkt oder indirekt betroffen und nicht nur diejenigen, die sich auf Wohnungssuche befinden. Stadtrat Wolfgang Schleehauf, dem als Architekt und Bausachverständigen die Problematik auch beruflich täglich begegnet, hob hervor, dass das Problem der Wohnraumsituation in der Mitte der Gesellschaft angekommen und es an der Zeit ist, diesem Trend entgegenzuwirken: Die Stadt muss aktiv werden. Aus diesem Grund stellt die SPD-Gemeinderatsfraktion in Nagold den Antrag an die Stadtverwaltung, ein Konzept zu erarbeiten, wie mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann. Rottenburg am Neckar hat ähnliche Probleme und aus diesem Grund hierzu bereits ein Konzept erarbeitet: mit Hilfe des neu gegründeten Eigenbetriebs Wohnbau sollen in den kommenden zehn Jahren 300 Wohnungen geschaffen werden, die als Mietwohnungen in den Bestand der Stadt übernommen werden. Dieses Konzept wurde von Dr. Hendrik Bednarz, 2. Beigeordneter der Stadt Rottenburg, in Nagold erläutert. Die SPD-Fraktion fordert mit ihrem Antrag darüberhinaus die Stadt auf, zu prüfen inwieweit dieses beispielhafte Konzept in Nagold Anwendung finden kann. 

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am 14.04.2017 von Daniel Steinrode

Wohnungsbau als Chance in Nagold: Eine Veranstaltung mit Dr. Hendrik Bednarz

Nagold ist hoch attraktiv für Menschen. Die hohe Lebensqualität, die zahlreichen und vielfältigen kulturellen Angebote wie auch Einkaufsmöglichkeiten locken viele Menschen regelmäßig dorthin. Viele hegen auch den Wunsch, hier dauerhaft zu leben. In der Stadt Wohnraum zu finden, ist jedoch sehr schwierig, und diese Situation hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verschärft. Anhand dieser Problematik führte Kreis- und Stadtrat Daniel Steinrode in das Thema einer Veranstaltung ein, zu der der SPD-Ortsverein Nagold Dr. Hendrik Bednarz als Referent geladen hatte. Bednarz ist Bürgermeister in Rottenburg am Neckar und leitet dort das Finanzdezernat. Ähnlich wie Nagold sieht sich die benachbarte Bischofsstadt mit einer schwierigen Wohnsituation konfrontiert. Anders als in Nagold wurden dort jedoch bereits Maßnahmen ergriffen, um der Entwicklung entgegen zu wirken. Zum Januar 2017 hatte Rottenburg nach eingehender Analyse der gegebenen Situation und einer gründlichen Eruierung der Fakten zur Wohnraumsituation und des prognostizierten Bevölkerungswachstums in Rottenburg und seinen Stadtteilen einen Eigenbetrieb Wohnungsbau gegründet. Dies muss natürlich für jede Stadt individuell betrachtet und eine jeweils geeignete Strategie erstellt werden. Ziel ist, in den kommenden zehn Jahren 300 stadteigene Wohneinheiten zu schaffen und zu vermarkten. Steinrode lobte die Doppelstrategie, erschwingliches Bauland für junge Familien insbesondere auf den Ortsteilen aber auch innerstädtische Wohneinheiten zu schaffen. „300 Wohnungen in zehn Jahren sind ein Wort!“ so Steinrode. Dabei ist es nicht das Ziel, Gewinn zu machen, sondern schlicht eine verträgliche Wohnsituation in Rottenburg zu kreieren, betonte Bednarz. Die ersten Maßnahmen sind bereits im Gange. Der Gemeinderat und seine Ausschüsse bleiben in die Entwicklung eingebunden und der Wohnungsbaubetrieb bleibt somit in der Hand der Stadt. Wirtschaftliche Überlegungen prägten die Vorplanungen ebenfalls in vielerlei Hinsicht. Der Rottenburger Bürgermeister betonte, dass die aktuelle Situation nicht mehr nur sozial Schwächere betreffe, sondern längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: „die Problematik betrifft aktuell die Mittelschicht“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken unterstrich, dass viele Menschen mittlerweile 50% ihres Einkommens für Miete ausgeben müssten. Dieser Markt sorge dafür, dass sich die Gesellschaft nicht entwickeln könne und die Schere zwischen Normal- bzw. Geringverdienern und Besserverdienern auch durch solche Faktoren immer weiter auseinander gehe, so Esken. Lothar Kante, der sich als Kreisrat ebenfalls intensiv mit dem Thema beschäftigt, gab einen Überblick über die Situation im Kreis und kritisierte das unzureichende Agieren der Kreisbaugenossenschaft. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Röhm hatte das Thema bereits vor einigen Jahren frühzeitig erkannt und angemahnt, und wies eindrücklich auf die prekäre Sachlage hin. Die Dringlichkeit des Themas wurde unterstrichen von der großen Anzahl an interessierten Gästen und der Tatsache, dass am Abend zuvor eine Veranstaltung zum gleichen Thema mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) stattgefunden hatte. Dekan Ralf Albrecht von der evangelischen Kirche betonte, dass der Markt durchaus sozialer Steuerung und die Gesamtlage eines gemeinschaftlichen Denkens bedürfe. Albrecht regte auch neue Wege der Kommunikation an, bei denen digitale Konzepte eine wichtige Rolle spielen könnten. Anwesende Architekten berichteten von ihrer Arbeit und den zahlreichen Problemen, mit denen sie konfrontiert sind. Manche Bauträger aber auch strenge gesetzliche Auflagen machten eine günstige Finanzierung von Projekten oft nicht möglich.

„Nun gilt es zu prüfen, inwiefern das Rottenburger Konzept auf Nagold übertragen werden kann und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um auf Nagold angepasst zu handeln. Die SPD-Gemeinderatsfraktion wird hierzu einen Antrag an den Gemeinderat stellen.“ merkte Daniel Steinrode an und schloss die Veranstaltung mit den Worten „Die richtigen Fragen sind gestellt und wir brauchen nun viele Akteure, die gemeinsam agieren.“

 

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am 11.04.2017 von Daniel Steinrode

Ein Jahr Grün-Schwarze Landesregierung, ein Jahr Grün-Schwarze Politik in Baden-Württemberg – ein Jahr Rückblick und Zeit, die vergangene Regierungsarbeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Der SPD-Ortsverein lud aus diesem Anlass Dr. Boris Weirauch MdL nach Nagold ein. Andreas Röhm, Ortsvereinsvorsitzender, begrüßte die Anwesenden und führte in den Abend ein. Dr. Boris Weirauch ist Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Mannheim II und auf eigenen Wunsch der SPD-Vertretungsabgeordnete für den Wahlkreis Calw, was von einer langjährigen Verbundenheit mit SPD-Kreisrat Daniel Steinrode herrührt. Steinrode referierte einleitend über die Situation im Kreis Calw: „Was bringt uns die Landespolitik im Kreis? Wie profitieren hier vor Ort unmittelbar davon?“ und verwies dabei auch auf die Arbeit der grün-roten Vorgängerregierung, von der der Kreis stark profitiert hatte. „Nun geschieht hier nichts mehr.“ so Steinrode. Dr. Boris Weirauch bestätigte dies auf Landesebene und berichtete über die hervorragende finanzielle Situation des Landes, die jedoch nicht auf kommunale Ebene weitergegeben und häufig nicht in wichtige Projekte der Kommunen investiert werde. Weirauch ist von Beruf Anwalt und seit vielen Jahren Kommunalpolitiker mit Herzblut. Umso mehr bedaure er die Vernachlässigung der Kommunen auf Landesebene. Geld aus dem Bund für die Kommunen bleibe ebenfalls zu oft auf Landesebene hängen, dabei gehe es hier um sehr viel Geld. Allein der Stadt Mannheim fehlten 30 Millionen in den folgenden vier Jahren im Vergleich zur grün-roten Regierung. Auch im Bereich Wohnungsbau wird deutlich zu wenig unternommen und es muss deutlich mehr gefördert werden, zumal es das Förderprogramm des Bundes in Höhe von 1,5 Milliarden gibt, dessen Gelder aber nicht zweckgebunden sind, so dass diese nicht zwingend vollständig vom Land weiter gegeben werden.

Ein wichtiges Thema des Abends war zudem die Digitalisierung und der technologische Wandel im Hinblick auf eine sich verändernde Arbeitswelt. Die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, berietet vielen Menschen große Sorgen. Auch hier sieht Boris Weirauch die Landesregierung in der Pflicht, konsequenter und verantwortungsvoller zu handeln. Insbesondere mittelständische Betriebe haben häufig finanziell das Problem, ihre Mitarbeiter fortzubilden und dem digitalen Wandel begegnen zu können. Das gleichermaßen zukunftsorientierte Thema „Emobilität“ wird in den Augen des Landtagsabgeordneten noch immer stark vernachlässigt. Weirauch forderte vehement, dass dieser Umwandlungsprozess politisch aktiv gestaltet werden müsse und nicht der Wirtschaft alleine überlassen werde. Gerade in einem ressourcenarmen Land wie Baden-Württemberg müsse die Forschung muss ins Land geholt und dort gehalten werden. Ein weiteres Schwerpunktthema von Weirauch im Landtag ist die Innere Sicherheit. Unter Grün-Rot wurden viele Polizisten eingestellt, im Augenblick werden jedoch Pensionäre häufig nicht einmal ersetzt. Bislang gab es keinen Gesetzentwurf aus dem Innenministerium, der nicht aus grün-roter Regierungszeit stammt, so auch der Entwurf zur Bodycam, den die SPD zuvor entworfen hatte.

Weirauch stellte sich den zahlreichen Fragen und Anliegen der Gäste, die einen hochinteressanten, spannenden und sehr kurzweiligen Abend erlebten. Dabei wurde auch intensiv und kritisch diskutiert und Themen wie Stuttgart-21 oder Weirauchs Arbeit im NSU-Untersuchungsausschuss gestreift. 

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am 08.04.2017 von Daniel Steinrode

In Nagold wurde der "Baum des Jahres" gepflanzt: Die Fichte (Picea abies) ist Baum des Jahres 2017. Gestiftet wurde dieser Baum für den Baum-des-Jahres-Park in Nagold von den Jägern, unter anderem mit Michael Raible. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Grossmann, Vertretern der ANU wie Dieter Laquai, Daniel Steinrode, dem Umweltbeauftragten der Stadt Nagold Peter Wiedmann-Rau,  Feuerwehrhauptkommandant Paul Amand und der Feuerwehrkommandant der Partnerwehr in Hofkirchen.

Wohl kaum eine andere Baumart prägte den deutschen Wald in den letzten zwei Jahrhunderten mehr als die Fichte: ein Symbolbaum für gelungene Wiederbewaldung mit schnellem Wuchs und daher ideal zur Holzproduktion in schwierigen Zeiten. Die dadurch durch Menschenhand verursachte Monokultur, sorgte aber auch für ökologische und wirtschaftliche Probleme.

Der Klimawandel setzt die Fichte jedoch zunehmend unter Stress, da sie Schwankungen in der Niederschlagsmenge und Trockenheit nur schlecht verkraftet.

Um die Fichte zu würdigen und auf die Bedrohung der Art hinzuweisen wurde diese Baumart zum Baum des Jahres ernannt. 

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